Historie

Im Jahre 1992 erfolgte die Präsentation der ersten „Abfluss- und Systemplanung Antiesen“ an alle vom Gewässer der Antiesen berührten Gemeinden, die fachlich berührten Dienststellen des Landes Oberösterreich und die Vertreter der Kammern und sonstiger öffentlicher Körperschaften. Es wurde dabei das Ausmaß der Abfluss-Veränderungen der letzten Jahrzehnte dargestellt und ein erster Lösungsvorschlag mit Hochwasserrückhaltemaßnahmen präsentiert.
In den Folgejahren konnte in einer Reihe von Informationsveranstaltungen jenes Ausmaß an Übereinstimmung gefunden werden, dass am 21.1.1997 in einer konstituierenden Mitgliederversammlung der Wasserverband Antiesen gegründet wurde. 2002 erfolgte der Beitritt zum Dachverband der Hochwasserschutzverbände im ÖWAV.

Im August des Jahres 2002 fand jenes epochale Hochwasserereignis statt, nach welchem zügig eine Gefahrenzonenplanung und Hochwasserschutzplanung für das gesamte Einzugsgebiet der Antiesen durchgeführt wurde.

Die Realisierungsphase setzte 2006 mit dem Bau des „Rückhaltebecken Hof“ an der Oberach in der Gemeinde Pattigham ein.

Ende des Jahres 2008 folgte der Baubeginn des zweiten Rückhaltebeckens an der Breitsach in der Ortschaft Wötzling, Gemeinde Hohenzell.

In Planung befindet sich das Rückhaltebecken am Auleitenbach in den Gemeinden Neuhofen und Hohenzell, mit welchem in den Jahren 2010 bis 2012 für das Einzugsgebiet der Antiesen der gewünschte Hochwasserschutz durch Hochwasserrückhalt, abgestimmt mit einzelnen örtlichen linearen Schutzmaßnahmen, erreicht wird.

Das verbleibende Restrisiko wird in einem „überarbeiteten Gefahrenzonenplan“ für die einzelnen Mitgliedsgemeinden dargestellt.

Als Vorgabe der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird sich der Wasserverband in Zukunft verstärkt Maßnahmen zur Verbesserung der Durchgängigkeit, zur Minderung der Auswirkungen von Ausleitungen und zur Restrukturierung morphologisch veränderter Fließgewässerstrecken zuwenden, soweit vonseiten der Mitgliedsgemeinden die erforderliche Zustimmung erlangt wird und in keine bestehenden Rechte eingegriffen wird.

DI Erich Schaur, ehemaliger Geschäftsführer WV Antiesen